Stillende Allergikerin: Stilldilemma Nr. 2

Besonders Allergikerinnen wird nahegelegt zu stillen. Je länger umso besser. Ich leide an Katzen- und Hausstauballergie und kann normalerweise ganz gut damit leben. Hin und wieder, zum Beispiel wenn ich meine Eltern besuche, die einen Kater haben, werfe ich eine Tablette ein.

Zu Weihnachten ist so ein Fall. Ich gehe also in die Apotheke um mir ein stillverträgliches Antiallergikum zu besorgen und muss erfahren: es gibt keins.

Hm? Bedeutet das, dass alle stillenden Allergikerinnen während der Stillzeit heldinnenhaft ihre allergischen Reaktionen ertragen? Das gleiche gilt wohl für diverse andere Krankheiten, wie etwa Neurodermitis.

Der Apotheker verkauft mir schließlich doch ein Medikament und meint es wird schon nichts passieren.

Später schlucke ich die Tablette und fühle mich schlecht dabei.

Wieder einmal bin ich überrascht, wie wenig bei all der Stillbefürwortung an das Wohlbefinden der Mütter gedacht wird.

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4 Gedanken zu “Stillende Allergikerin: Stilldilemma Nr. 2

  1. Das kenn ich auch! Ich wollte mir in der Schwangerschaft eine Reiseapotheke zusammenstellen lassen. Die Apothekerin wollte mir praktisch nichts verkaufen. Hab dann der Frauenärztin mein Leid geklagt und gefragt, was frau denn bitteschön machen soll, wenn sie in der Schwangerschaft mal krank wird. Sie hat mir gesagt, dass es natürlich Medikamente gibt, die auch in der Schwangerschaft genommen werden dürfen. Die Apotheker seien da aber von Natur aus übervorsichtig. Dasselbe gilt sicher für die Stillzeit. Deine Frauenärztin kann Dir vielleicht weiter helfen mit einem passenden Antiallergikum. Alles Gute!

  2. Was Palü schreibt, wollte ich auch gerade sagen. Ceterizin darf man nämlich nehmen. Die meisten Ärzte und Apotheker verlassen sich auf die Packungsbeilagen, weil es versicherungsrechtlich einfach untragbar wäre, ein Medikament zu empfehlen. Es gibt einfach keine oder kaum Studien mit stillenden/schwangeren Müttern. Was aber eben nicht heißt, dass die Medis tatsächlich immer in die Milch übergehen und Schaden anrichten. Im Zweifelsfall sollte abgewogen werden, zwischen dem Wohl der Mutter und der vermutlichen Gefahrenlage für das Kind (selbst wenn was in die Milch übergeht, muss es kein Schaden für das Kind bedeuten). Embryotox ist eine richtig gute Sache, ich habe mich da auch als Probandin zur Verfügung gestellt und öfter nachgelesen.

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