Das war 2011 – ein Schnelldurchlauf

2011 war das intensivste Jahr meines bisherigen Lebens.

In den ersten Wochen war ich vor allem mit der Organisation von KnitHerStory – dem genialsten Guerilla Knitting Projekt zu 100 Jahre internationaler Frauentag beschäftigt. Die Arbeit dafür war unglaublich – das Ergebnis am 19. März 2011 auch!

Ab März drehte sich dann fast alles ums Schwangersein. Anfänglich gekenntzeichnet von Dauerübelkeit, ging das auch nicht anders. Nie zuvor hat mich etwas so sehr an meine Belastungsgrenze gebracht wie diese Übelkeit und die damit verbundene Hilflosigkeit.

„Wie fühlt man sich als Dekonstruktivistin, wenn sich der Körper plötzlich so eindringlich bemerkbar macht?“ So, oder so ähnlich hat meine Masterarbeitsbetreuerin meine Situation kommentiert.

Nach acht Wochen hörte die Übelkeit zum Glück so plötzlich auf, wie sie gekommen war und ich konnte wieder mehr oder weniger klar denken und mich meiner Masterarbeit widmen.

Im Sommer arbeitete ich panisch an ihrem Abschluss. War ich doch von dem Gedanken getrieben, dass ich mit Kind nichts mehr weiterbringen werde. Auch wenn sich das zunehmend als falsche Befürchtung herausstellt, hatte diese Angst ihr Gutes. Hat sie doch dazu geführt, dass ich die Arbeit tatsächlich abgeschlossen habe.

Parallel dazu hatte ich das Gefühl, dass ich mich unglaublich zeitintensiv aufs Muttersein vorbereiten muss. Ich war nicht gerade entspannt in dieser Hinsicht. Das einzige, was mir im Nachhinein gesehen etwas gebracht hat (abgesehen von der Lektüre davon) und ich sowieso schon lange hier empfehlen wollte, war dieser Geburtsvorbereitungskurs mit „Väterschwerpunkt“. Geleitet von einer Frau und einem Mann, (fast) ohne Atemübungen und Hecheltechniken, dafür mit Fragen wie: „Wie sieht die Arbeitsteilung in der Beziehung nach der Geburt aus?“

Anfang November war sie dann da, unsere Tochter. Ich weiß nicht, was genau bewirkt hat, dass alles nicht einmal halb so schlimm war, wie erwartet. Die Gedanken über die Arbeitsteilung, die fertige Masterarbeit, der Vaterurlaub des Mannes oder die Unterstützung von Familie und Freund_innen? Vermutlich vor allem die zunehmende Gelassenheit.

Die letzten Wochen des alten Jahres waren schließlich ganz dem Einleben mit Kind gewidmet und das war gut so.

2012 wird mindestens genauso intensiv und darauf freue ich mich!

Advertisements

2 Gedanken zu “Das war 2011 – ein Schnelldurchlauf

  1. Pingback: Risiko Schwangerschaft « fuckermothers

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s