Ich frage mich

inspiriert von Christina Maria Landerl

1. Wird sich das Kind in der Kinderkrippe wohl fühlen?
2. Warum kenne ich keine anderen Eltern, die ihr einjähriges oder jüngeres Kind in eine Kinderkrippe geben?
3. Warum bin ich so unzufrieden mit meinem Arbeitsleben?
4. Ist es sinnvoll als Mutter-Vater-Kind-Familie abgekapselt in einer Wohnung zu leben?
5. Warum beschäftigen sich die Gender Studies so wenig mit Mutter- und Vaterschaft?
6. Warum wachen Babys so früh auf?
7. Woran erkenne ich, ob die Kinderkrippe gut ist?
8. Bin ich mit Kind glücklicher als ohne?
9. Warum tut unsere Kinderärztin so allwissend?
10. Werde ich nächsten Monat genug Geld verdienen?
11. Was verbindet mich mit anderen Müttern?
12. Besitze ich noch immer zu viele Dinge?
13. Wird mein Kind Dialekt sprechen?
14. Was macht es aus eine feministische Mutter zu sein?
15. Wünsche ich mir ein zweites Kind?
16. Wer kommt als weitere_r Babysitter_in in Frage?
17. Warum wird das Babysitten fast immer unter den Frauen in der Familie aufgeteilt?
18. Wird es heute Nacht regnen?
19. Warum vergleiche ich mich so oft mit anderen Müttern?
20. Wie kann frau sich mit Kind im Urlaub entspannen?
21. Soll ich mich mehr politisch engagieren?
22. Hat sich meine Mutter auch so viele Fragen gestellt?
23. Was und wieviel würde ich arbeiten, wenn ich frei wählen könnte?
24. Wird mein Kind später Freund_innen haben, die sie verstehen?
25. Wie werde ich reagieren, wenn meine Tochter nur noch rosa Sachen will?
26. Warum schaffe ich es nicht einen Mittagsschlaf zu machen?
27. Soll ich mich mehr mit Babyernährung auseinandersetzen?
28. Warum bringt Muttersein so viele Ängste mit sich?
29. Wie hat mein Baby am ersten Tag ausgesehen?
30. Wird die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern wesentliche Fortschritte gemacht habe, wenn meine Tochter erwachsen ist?
31. Verbringe ich genug Zeit mit meinem Kind?
32. Werden sie dem Kind Fleisch geben in der Kinderkrippe?
33. Wie habe ich bloß die Geburt geschafft?
34. Sind das nicht alles unnötige Fragen?
35. Wie lange kann frau mit permanentem Schlafentzug leben?
36. Was ist Freizeit?
37. Was ist Arbeitszeit?
38. Warum werden Frauen jetzt sogar beschuldigt, wenn sie Teilzeit arbeiten?
39. Soll ich nicht auch irgendeinen Mutter-Baby-Kurs besuchen?
40. Werde ich irgendwann einen Hund haben?
41. Warum muss das Kind so schnell wachsen?
42. Wird es in zehn Jahren weniger Autos geben als heute?
43. Kann dieser Sommer noch heißer werden?
44. Wann ziehen wir endlich um?
45. Wie viele Leser_innen haben bis hierher gelesen?
46. Gibt es auch Männer die meinen Blog lesen?
47. Warum ist es so schwierig Entscheidungen zu treffen?
48. Ist es sinnvoll dem Kind „Babygesten“ beizubringen?
49. Warum musste ich erst selbst Mutter werden, damit sich die Beziehung zu meiner Mutter bessert?
50. Bin ich eine gute Mutter?
51. Warum kann ich mich so schwer zu Hausarbeit aufraffen?
52. Finden meine Freund_innen, dass ich mich sehr verändert habe, seit ich Mutter geworden bin?
53. Warum ziehen viele Menschen aufs Land (zurück), sobald sie Kinder haben?
54. Warum habe ich das Gefühl, ich sollte meinem Kind auch mal was kaufen?
55. Gehört Konsumieren zum Muttersein?
56. Sollte das Kind nicht bald mal was essen?
57. Warum habe ich nichts gelernt, womit ich richtig gut Geld verdienen kann?
58. Was würde ich mit dem Geld machen?
59. Mache ich genug Fotos von meinem Kind?
60. Wann hat das Kind seine Großeltern zuletzt gesehen?
61. Warum gibt es noch immer so wenige Kinderbetreuungdplätze für unter Dreijährige?
62. Stellen sich Väter auch so viele Fragen?
63. Was sollen wir morgen essen?
64. Kann mensch eigentlich irgendwo Lebensmittel einkaufen und ein gutes Gefühl dabei haben?
65. Warum sind die meisten Menschen so pessimistisch?
66. Hat facebook meine Art zu denken verändert?
67. Habe ich etwas für mein Kind aufgegeben?
68. Wofür lohnt es sich zu kämpfen?
69. Warum konnte ich mir nicht vorstellen, wie schön es ist ein Kind zu haben?
70. Wann war ich zuletzt im Theater?
71. Ist eine Eltern-Kind-Beziehung nicht etwas unglaubliches?
72. Wird die Angst davor, dass das Kind sterben könnte abnehmen?
73. Wann schläft das Kind endlich durch?
74. Warum kann ich bei Gesprächen anderer so schlecht weghören?
75. Wie nehmen andere mein Muttersein wahr?
76. Gibt es elternverträgliche Musik für Kleinkinder?
77. Wie ist es möglich, dass ein Baby so viel Arbeit macht?
78. Können Babys ohne Sprache denken?
79. Sind das jetzt nicht genug Fragen?
80. Wird das mit dem Kind wirklich anstrengender, je älter es wird?
81. Warum wird die Mutter-Kind-Beziehung so idealisiert?
82. Geben Mütter besonders viele Ängste an ihre Töchter weiter?
83. Bei wem könnte das Kind übernachten?
84. Fühle ich mich mit Kind älter?
85. Überfordere ich meine kinderlosen Freund_innen mit zu viel übers Baby reden?
86. Soll ich wirklich hundert Fragen aufschreiben?
87. Warum finde ich es langsam mühsam, wenn meine Tochter als Bub angesprochen wird?
88. Ist es nicht egal wie Fremde sie ansprechen und sinnlos es zu korrigieren?
89. Warum habe ich keine Vorbilder für mein Mutter/Elternsein?
90. Soll ich nicht öfters die Wäsche aufhängen?
91. Hat das Internet das Muttersein verändert?
92. Wann wird es für mich nichts besonderes mehr sein ein Kind zu haben?
93. Welche Fragen in Bezug auf das Kind stellt sich der Mann?
94. Was braucht das Kind morgen?
95. Gibt es noch genug Milchpulver?
96. Soll ich das Glas Wein noch austrinken?
97. Kenne ich nicht eigentlich alle Antworten?
98. Warum frage ich mich trotzdem immer weiter?
99. Warum fällt es mir leichter Fragen zu stellen als Antworten zu geben?
100. Spielt das irgendeine Rolle?

Radfahren mit Baby an Bord – geht das?

Radfahren macht unabhängig, stark und selbstbewusst.

Unabhängig von finanziellen Ressourcen. Es ist wohl das günstigste Verkehrsmittel überhaupt. Stark, weil es meinen Körper stärkt und meinen Kopf durchlüftet und selbstbewusst, weil es mir immer wieder abverlangt mich im Autoverkehr durchzusetzen und mein Recht auf Raum einzufordern.

Ihr seht schon, ich bin eine große Anhängerin des Fahrrads und davon überzeugt, dass es in der Stadt kein besseres Fortbewegungsmittel gibt.

Dementsprechend frustriert war ich, als ich mich damit auseinandersetzten musste, wie ich in den ersten Lebensmonaten meines Kindes radfahren soll.

In der Schwangerschaft war es noch einfach und funktionierte genauso gut wie nicht schwanger. Zumindest habe ich das so erlebt.

Bild schwangere Radfahrerin

Foto: simplybikeblog.com

Erfahrungsberichte zu „cycling while pregnant“ findet ihr zum Beispiel auch hier.

Doch wie fährt frau Fahrrad mit einem Baby, das noch nicht sitzen kann? Die übliche Antwort auf diese Frage lautet: gar nicht. Eine frischgebackene Mutter begibt sich nicht nur in Arbeitskarenz sondern auch in Fahrradkarenz.

Doch das ist nicht unbedingt notwendig. Es gibt zum Glück einige Lösungen wie mensch in Begleitung eines Babys Radfahren kann. Babyschalenadapter für den Gepäcksträger zum Beispiel (in Skandinavien angeblich sehr beliebt, habe ich sie in Wien noch nie gesehen), eine Babyschale für den Fahrradanhänger oder ein Lastenrad, indem das Baby in der Babyschale transportiert werden kann. Wir haben uns für einen Fahrradanhänger plus Babyschale entschieden und seit das Kind ca. 4 Monate ist und es auch wieder wärmer geworden ist, sind wir damit unterwegs.

foto: feministmum

Eine neue Lösung für den Babytransport hat Nina Maria Nadolny aus Kassel entwickelt – den Babybiker. Sie hat sich Gedanken darüber gemacht, dass manche Eltern ihr Baby während der Fahrt gerne im Blick haben, was beim Transport im Anhänger oder am Gepäcksträger nicht der Fall ist. Um dieses Problem zu lösen hat die Produktdesignerin den Babybiker entwickelt. Leider wird er noch nicht produziert, was sich aber in naher Zukunft hoffentlich ändern wird.

Super finde ich, wenn Gemeinden die Anschaffung eines Fahrradanhängers für Kinder fördern, wie das zum Beispiel einige Gemeinden in Vorarlberg und Niederösterreich tun.

Bleiben noch die oft zu schmalen Radwege – begegnen sich zum Beispiel zwei Radfahrer_innen mit Anhänger wird es problematisch – die Schwierigkeit sich auf die Rücksichtnahme von Autofahrer_innen zu verlassen und sich von der nicht immer wohlwollenden  Umgebung (Stichwort: „Muss das denn sein?“, „Das ist ja viel zu gefährlich.“) nicht beeindrucken zu lassen.

Für mich bringt die Möglichkeit ein Baby am Fahrrad mitzunehmen ein Stück des alten Freiheitsgefühls zurück und macht außerdem sehr viel Spaß – besonders dem Baby, auf jedem Fall meinem.

Zum Weiterlesen:

  • die aktuelle Ausgabe der Anschläge beschäftigt sich mit „Feminismus und Fahrradliebe“.
  • Frauen fahren in Wien weniger Rad als Männer – so die Ergebnisse der „Fahrradnutzung in Wien 2009„.