Ich nenne es Arbeit. Ein 24 Stunden Protokoll

Betreue ich das Kind mehr als 24 Stunden alleine, so habe ich jedes Mal das Gefühl, das ist die anstrengenste Aufgabe, die es gibt. Gleichzeitig frage ich mich, ob mir dieses Kleinkind (es ist ja nur eins, und überhaupt bin ich normalerweise mit Kinderbetreuung gar nicht überbelastet, da werde ich das doch zwischendurch mal auf die Reihe kriegen) wirklich so viel Energie abringt, oder ob ich einfach eine schwache  Person bin, die sich zudem zu leicht aus der Ruhe bringen lässt (ja, der „Mütter-Schaffen-Alles-mit-Links-Druck“ lässt grüßen).

Aus diesem Grund habe ich mir die Mühe (oder vielmehr die Freude) gemacht, einen dieser Tage zu protokollieren.

Ich nenne das Arbeit. Arbeit, ohne Wenn und Aber.

(Angeregt das zu veröffentlichen hat mich auch ein Text von „glücklich scheitern„, der sehr viele wichtige Punkte zu diesem Thema aufgreift!)

24 Stunden. Mein Kind (11 Monate) und ich.

00:00: Ich bin müde. Dennoch lasse ich mich vom Netz gefangen halten. Ich treibe herum. Noch einen Artikel lesen, ein letztes Mal auf Twitter schauen.

00:30: Ich liege im Bett. Das Kind wird mich früh wecken. Hoffentlich geben mir 6,5 Stunden Schlaf genug Energie für den nächsten Tag. Um 02:30 werde ich wach. Meine Tochter im Gitterbett neben mir weint. Ich warte ab, hoffe, dass sie von selbst wieder einschläft. Macht sie nicht. Also aufstehen, Fläschchen machen, sie füttern. Zehn Minuten später schlafen wir weiter. Bis 06:00. Sie ist wieder wach. Ich gebe ihr Wasser und sie schläft zum Glück noch einmal ein. Um 07:00 ist dann endgültig nicht mehr an Schlafen zu denken und ich hole sie zu mir ins Bett.

Sie ist ein Kind, das langsam wach wird und am Morgen gut gelaunt ist. Sie kugelt auf mir herum, spielt mit dem Wecker und alles was sie sonst so zwischen die Finger kriegt. Sie scherzt, zeigt mir die Zunge, grinst und lacht und ich bin ganz verzückt von ihr. Einerseits. Andererseits möchte ich einfach meine Ruhe haben und weiterschlafen.

07:30: Wir stehen auf. Erster Weg ins Bad. Das Kind wickeln und anziehen. Die Windel ist bestimmt übervoll. Einerseits. Andererseits würde ich mich gerne zuerst mal selbst anziehen, waschen, Kaffee trinken… Ich muss meine Energien bündeln. Sie jammert beim Anziehen, findet es blöd auf dem Wickeltisch zu liegen und in diese engen Ärmeln gestopft zu werden.

Jetzt ich. Anziehen, Kaffee kochen, Frühstück machen. Wir frühstücken gemeinsam. Ich versuche nebenbei die Zeitung zu lesen. Das funktioniert ganz gut, ich kann mich ein bisschen wegstehlen. Dann möchte sie raus aus dem Hochstuhl und ich lasse sie in der Küche herumkrabbeln. Am Boden findet sie Essensreste vom Vortag. Eine Weintraube dort, ein paar Brotkrümmel da. Sie steckt alles in den Mund. Ich versuche sie nicht aus den Augen zu verlieren, mich nicht in einen Artikel zu vertiefen. Sie räumt ihre Spielsachen aus und was sie sonst noch so zu fassen kriegt. Sie beschäftigt sich eine Weile selbst.

Das ist unser zweiter Tag zu zweit. In der Wohnung ist Chaos ausgebrochen. Das von ihr verursachte und das von mir verursachte.

Dann dieser Geruch. Sie hat in die Windel gemacht. Also wieder wickeln. Gezetter beim Ausziehen, der Geruch haut mich fast um. Ruhig bleiben. Ihr irgendetwas Spannendes, Ablenkendes in die Hände drücken. Sie sauber machen und dabei mit ihr sprechen. Noch einmal ausziehen. Nocheinmal anziehen. Es ist 08:30.

Ich dusche. Dabei lasse ich die Duschwand einen Spalt offen, damit ich das Kind nicht aus den Augen verliere. Sie findet das herunterprasselnde Wasser sehr spannend. Sie patscht mit ihren Händen in die Duschtasse, versucht reinzuklettern. Mein Zugang: erst eingreifen, wenn sie sich verletzen könnte. Ansonsten ruhig bleiben und weiter duschen. Ist ja nur Wasser. Mittlerweile ist sie ziemlich nass geworden. Ihre Haare sind total nass. Ihre Kleidung auch. Was solls. Es ist nicht kalt in der Wohnung. Ich ziehe mich an. Ich ziehe das Kind wieder aus und wieder an. Es ist 09:00.

Ich würde jetzt gerne meinen Tag beginnen. Den Computer hochfahren. Emails checken etc. Das Aufräumen links liegen lassen, das Kind nicht aus den Augen verlieren und sich gleichzeitig zumindest ein wenig in die digitale Welt stürzen.

Die Kleine wird bald hungrig werden. Beim Frühstück hat sie nicht viel gegessen. Es ist an der Zeit ihren Brei zu kochen. Äpfel schälen, kochen, Dinkelflocken einrühren. Da würde sie sehr gerne mitmachen. Sie hängt an meinem „Rockzipfel“ und hätte zu gerne das Messer. Damit sie sich etwas beruhigt mache ich ihr den Geschirrspüler auf und lasse sie etwas – naja – auf der Tür herumklettern. Das macht sie sehr zufrieden. Ich denke über Erziehung und nein sagen nach. Aber dafür ist es ja bestimmt noch zu früh.

Weiter im Programm. Kind füttern. Kind sauber machen. Boden, Tisch, Hochstuhl sauber machen auf später verschieben. Kinderwagen fürs Rausgehen vorbereiten. Das dauert eine gefühlte Stunde und fühlt sich an wie Packen für eine Reise. Die Kleine ist schon müde und quengelig und schlägt sich beim Herumkrabbeln dauernd den Kopf an.

Mittagsschlaf. Ich kann es kaum erwarten. Wenn sie schläft, dann werde ich…..Emails beantworten, das Geschenk für die Freundin verpacken, die Wohnung aufräumen. Telefonieren. Das wird schön.

11:00: Sie ist eingeschlafen. Ich sitze neben ihr und fange an diesen Text zu schreiben. Die Ruhe weilt nur kurz. Nach einer halben Stunde öffnet sie ihre Augen und freut sich mich zu sehen. Ich freue mich auch. Wirklich.

Ich füttere sie, drehe das Radio auf und wir tanzen eine Runde. Sie liebt das, ich auch. Ein schöner Moment.

12:00: Sie wird langsam unruhig in der Wohnung. Rausgehen hilft immer. Wir sind zum Essen verabredet, es ist aber eigentlich noch zu früh um aufzubrechen. Trotzdem, die restlichen Sachen, für alle Eventualitäten, an die Eltern eben denken müssen, im Kinderwagen verstauen, das Kind einpacken und los gehts.

13:00: Wir treffen K. Es gibt – ich bin heilfroh – einen Hochstuhl im Restaurant. Das verschafft mir etwas Freiraum. K. freut sich das Kind wiederzusehen. Es ist schön zu sehen, dass andere Menschen Freude an ihr haben. Ich bin ein bisschen gerührt. Hach.

Das Essen verläuft turbulent. Es ist nahezu unmöglich ein zusammenhänges Gespräch zu führen, wenn frau dazwischen versucht ein Kleinkind bei Laune zu halten. Heute möchte das Kind unbedingt aus meinem großen Glas trinken und zwar dauernd und nur daraus. Ich bin beeindruckt, wie stark sie solche Wünsche schon kommunizieren kann und neige dazu mich darauf einzulassen. Dann wird ihr das Sitzen zu langweilig, wir lassen sie am Boden herumkrabbeln und zum Glück unterstützt K. mich und läuft ihr auch immer wieder mal hinterher und holt sie zurück. Die anderen Menschen reagieren sehr positiv auf sie. Lächeln sie an, sie grinst zurück.

Ich bin so müde, es fällt mir schwer auf das Kind zu achten und K. zuzuhören. Ich denke gleichzeitig wie unhöflich das ist. Nach dem Essen gehen wir einkaufen und andere Besorgungen erledigen. Das Kind bleibt glücklicherweise ohne Jammern im Kinderwagen sitzen. Bis sie hungrig ist. Es ist weit und breit keine Parkbank in Sicht auf der ich sie füttern könnte. Also lasse ich sie im Kinderwagen und füttere sie im Stehen.

17:30: Wir sind zu Hause. Das Kind ist nun schon sehr müde und die für mich schwierigsten Stunden des Tages beginnen. Sie braucht meine ganze Aufmerksamkeit, ich habe aber nicht mehr die Energie mich so intensiv um sie zu kümmern. Ich versuche also immer wieder eine Weile mit ihr zu spielen, sie dazwischen zu wickeln, nebenbei Essen zu machen, zu lesen, aufs smartphone zu schielen,…. Sie kommt dauernd hergekrabbelt und möchte hochgehoben werden. Hebe ich sie hoch, krabbelt sie auf mir herum und bleibt keine Sekunde ruhig.

19:00: Ich bade sie, oder versuche es zumindest. Ein letztes Mal Aus- und Anziehen für diesen Tag. Sie steht in der Badewanne ständig auf, will immer in den Waschlappen beissen. Patscht ganz wild ins Wasser und kommt auch hier keine Sekunde zur Ruhe. Dann das übliche Gejammer beim Anziehen. Danach Flächschen geben und im Bett noch etwas kuscheln. Sie schläft alleine ein. Nein, heute nicht. Sie ist noch unruhig und ich muss noch 3-4 Mal zu ihr ins Zimmer gehen um sie zu beruhigen.

21:00: Das Kind schläft. Jetzt noch zumindest das Fläschchenen waschen, den Geschirrspüler einräumen, das große Spielzeugchaos etwas minimieren. All die andere Hausarbeit verschieben.

21:30: Feierabend (natürlich mit Bereitschaft, ein Ohr immer am Babyphone). Ich stricke und schaue Videos.

24:00: Auch dieser Tag geht zu Ende. Ich gehe schlafen.

RESÜMEE:

Ziel dieses Protokolls war es auch mir Gedanken darüber zu machen, wieviel Zeit von diesen 24 Stunden ich als Arbeit betrachte. Mein Nachdenken darüber ist nicht abgeschlossen. Zumindest 16 Stunden würde ich sagen, eher aber mehr. Wirklich frei hat mensch an so einem Tag nie. Denn auch im Schlaf ist ein Ohr beim Kind. In Erwerbsarbeitsverhältnissen wird das als Bereitschaftszeit bezeichnet. Ich würde mich freuen, wenn sich in den Kommentaren eine Diskussion darüber entwickelt.

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47 Gedanken zu “Ich nenne es Arbeit. Ein 24 Stunden Protokoll

  1. ❤ – hier mein zusammengefasstes protokoll, als minime 2 monate alt war:

    "minime hat einen ca. 3-4 stunden'rhythmus', in dem er isst, verdaut, beschäftigt werden will und schläft. in diesen 3-4 stunden ist er ca. anderthalb wach. macht bei einem 24 stunden tag 8 mal essen, verdauen und beschäftigen, ca. 10 wache stunden, könnt ihr mir noch folgen? und diese wachen stunden beschränken sich nicht auf meine wachen stunden. im prinzip hab ich grade bereitschaftsdienst, 24 stunden am tag, 7 tage die woche. unwissend, wann dienstzeit und wann feierabend ist. und so nett es auch ist, dass man dafür 'elterngeld' bekommt, find ich es bemerkenswert, dass dieses der gesellschaft genau so viel wert ist, wie das arbeitslosengeld. denn 'arbeitslos' fühle ich mich gar nicht…

    erkenntnis des tages: vorm frühstück eine volle windel wechseln kommt einer mutprobe gleich. danach aber auch."

  2. Arbeit, absolut – „fremdbestimmt“, auch wenn es natürlich auch schön ist, von seinem eigenen Kind fremdbestimmt zu sein 😉

  3. Ne süß, wenn Mamis von Einzelkindern meinen ein Kind sei anstrengend. Nichtmal unsere drei Kinder sind wirklich anstrengend. Aber eins, das wäre wie Weihnachten, Ostern, Geburtstag und Urlaub am selben Tag. Warum haben eigentlich alle Omis und Opis zum Kids parken direkt um die Ecke nur wir icht?

  4. Hallo! Als Mami von bereits älteren Kindern ( 15 / 10 J.), finde ich es amüsant zu lesen, wie es anderen Frauen heute so geht. Ich glaube, dass ich einen Vorteil hatte im Vergleich zu heutzutage: Der digitale Klimbim wie fb war noch kaum ein Stressfaktor und ich hatte dadurch vermutlich mehr Zeit für meine Kleinen. Denn diese beanspruchten sie enorm!
    Wir hatten bei beiden Kindern je ein sehr strenges erstes Lebensjahr. Beim Ersten wusste ich manchmal kaum, ob jetzt Mittag oder Abend war und es kam auch vor, dass ich nachmittags noch im Schlafanzug steckte. Was ich daraus lernte? Fremdbestimmung muss nicht sein! Beim zweiten Kind erarbeitete ich mir äusserst enge Tagesstrukturen mit einem genauen Zeitplan. Und siehe da, es gelang sogar, das Kind mit den Fütterungszeiten zu „timen“. Entgegen jeder modernen Theorie! So richtig nach alter Mütter Sitte. Diese Strukturen halfen mir auch, uns gegen Störfaktoren von ausserhalb abzugrenzen. Dadurch erhielt ich Raum und Zeit, gewisse interessante Aktivitäten für mich alleine zu machen. Ein Beispiel: Die Zimmerstunde nach dem Mittagessen. So altmodisch dies für heutige emanzipierte Mamis klingt, sie ist das Wertvollste während des Tages. Beide Kinder schätzten diese Auszeit (von mir!) sehr, auch als sie nicht mehr schliefen. Für mich war es die absolute Kreativzeit, die ich mit Heimarbeit (nicht zu verwechseln mit Haushalt), Lesen, ausruhen, telefonieren, alleinesein, Gespräche mit Ehemann führen….verbrachte.
    Die Jahre mit den Kleinen waren intensiv, streng, vollbepackt mit Liebe und vielen schönen Momenten.
    Eines darf eine Mami von Kleinkindern nie vergessen: Diese intensive Phase ist einmal vorbei und dann kommt die nächste….! Aber es gibt einem die nötige Gelassenheit, um im Moment zu leben.
    Haushalt kann warten, Telefonate können verschoben werden, Klimbim muss nicht sein….,Termine kann Frau selber bestimmen. Und zum Schluss:
    Es gibt immer andere Mamis, die genau wissen wie es geht. Also: einspannen zum Hüten, Haushalten, Kleider flicken… etc.!
    Viel Vergnügen.

  5. Danke fürs Protokoll. Ich denke, wenn all die alten Politikersäcke im Bundestag oder an irgendwelchen pädagogischen Hochschulen auch nur EINEN solchen Tag mitgemacht hätten, würden sie aufhören, uns Müttern mit ihrem Geschwafel ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn wir unsere Kinder in die Krippe zu den Profis geben. Ich glaube nicht, dass es so gedacht ist, dass ein erwachsener Mensch den Tag mit einem oder mehreren Kindern verbringen soll. Das ist für den Erwachsenen nicht gut und für die Kinder auch nicht. Kinder wollen mit Kindern spielen. Und Erwachsene wollen sich mit Erwachsenen unterhalten. Alles ganz normal, nur für Mütter in Deutschland nicht.

  6. ich kann nicht behaupten,dass ich es zwischen grundschule und pubertät einfacher fand..man bekommt andere aufgaben. die sind aber nicht weniger einfach oder anstrengend. und trotzdem bin ich glücklich damit. auch wenn ich definitiv darauf bestehen muss, das es sich um schwere arbeit handelt.

  7. Niemand würde bestreiten, dass das Arbeit ist, wenn es nicht das eigene Kind wäre. Dabei ist der Aufwand der gleiche, aber ohne Feierabend. Und die
    Erwartung, dass einem die Eigenkinderbetreuung leicht zu fallen hat, ist ein gesellschaftliches Schuldzuschieben: Ihr habt die Kinder gemacht, ihr kümmert euch drum.

  8. ich merke, dass es mir schwer fällt, meine meinung dazu in worte zu fassen (und ich bin mir ihrer auch nicht wirklich sicher). schon beim lesen des noch kommentarlosen textes gestern und heute angesichts der kommentare erst recht. ich finde es jedenfalls müßig, wenn eine mutter der anderen erklärt, wie viele kinder anstrengend sind und arbeit machen und wie viele nicht (väter? anybody?). und dann die sache mit der liebe und freude, die das ganze ja doch macht (aber das hat glücklichscheitern in dem ursprünglichen text ja bereits treffender formuliert). die diskussion muss weg von „ich finde, dass ..“ und hin zu „das ist …“ (fakt). es fehlt der gemeinsame nenner und das macht es so schwer, darüber zu diskutieren. der gemeinsame nenner kann aber nicht auf privater ebene gefunden werden. ich denke, kinderbetreuung als arbeit zu bezeichnen, wird nie funktionieren, weil konservative denkmuster sich zu hartnäckig aufrecht erhalten. möglicherweise ist es sinnvoller, dem wort „kinderbetreuung“ eine neue inhaltsseite zu geben. und diese sollte nicht gefüllt sein mit emotionen. wie dies vom elternsein zu trennen ist, weiß ich auch nicht. aber die sache mit der arbeit ist doch die, dass es auch hier keine einheitliche meinung dazu gibt: für die einen 9to5 für die anderen selbstverwirklichung, herzensangelegenheit. für die einen geldbeschaffung, für die anderen routine. dieses konzept auf ein anderes überzustülpen erscheint doppelt schwer. für die einen ist kinderbetreuung möglicherweise ein wichtiger teil ihres lebens. sie wollen viel lebenszeit gemeinsam mit (ihren) (kleinen) kindern verbringen, sie sehen dies als wichtigen bestandteil ihrer existenz. für die anderen ist dies nicht so. wofür meiner meinung nach die politik verantwortlich ist: das kinderbetreuungsgeld muss so viel sein, dass ich und mein baby damit ein auskommen finden und wenn ich betreuung will oder brauche, will ich diese bekommen (und nicht nur eine unverbindliche anmeldung für einen platz wie dies in der stadt wien bei den öffentlichen krippen der fall ist). und ja, ich gehöre zu denen, für die kinderbetreuung arbeit ist.

  9. es ist alles freizeit. essen kochen, putzen, aufräumen., das müssen menschen ohne kinder auch und werden dafür auch nicht honoriert. es wäre ja auch lächerlich! wer kinder will, hat die verantwortung für sie, der staat macht mit kindergeld, elterngeld und diversen betreuungsangeboten schon mehr als genug, damit eltern „entlohnt“ werden.

    wem das alles zu viel wird, der kann sich sicher auch ans jugendamt wenden und hilfen bekommen – da ist sicher niemand knausrig.

    alles andere: hören sie doch bitte auf zu jammern! niemand muss mehr kinder bekommen und wers tut, hat in jedem fall die chance zu wissen was auf ihn zukommt.
    sie wollten das so, jetzt applaus zu erwarten, weil sie haushalt und kind meistern, ist armselig!

  10. Hallo! Bitte versteht meinen Text nicht falsch! Ich bin eine dieser Mamis, die körperlich anwesend war, als ihre Kinder gezeugt wurden. Und ich bin der Meinung, dass es bei den meisten Frauen so ist. Wenn Frau nun das von der Natur vorgegebene Ereignis „Weitergeben von Genen“ als etwas nicht mehr Normales ansieht, entfernen wir uns ziemlich weit weg von der Realität.

    Nun zur Arbeit: Ja, es ist Arbeit, ein Kind aufzuziehen. Ja, sogar Kochen und Windeln wechseln, sich das eigene Frühstück zubereiten….alles ist Arbeit. Die Frage ist nun die: Für wieviel Arbeit muss und kann ein Staat verantwortlich gemacht werden?
    Ich finde es richtig, wenn es zur Entlastung Kinderhorte, Tagesschulen und Krippenplätze gibt. Ja, und es hat zuwenig davon! Vor allem in der Schweiz!

    Ich finde es aber auch richtig, wenn ich nicht für jeden Schritt, den ich mache, sofort mit dem Einkassieren komme. Eine Gesellschaft funktioniert nun Mal auch auf der Basis der gegenseitigen Hilfe, vor allem unter Frauen mit Kindern.
    Wenn ich sage: Ich zeuge nur noch Kinder, wenn mich der Staat dabei unterstützt, ist das den Politikern ziemlich egal! Dies liegt im Entscheidungsbereich der heutigen Frauen. Und ich möchte dies wirklich jeder selbst überlassen! (Ich spreche hier nicht von Missbrauchsopfern!)

    Also: Schaut gut hin, wenn Wahlen anstehen, geht an die Urnen und beteiligt euch an den Abstimmungen. So besteht wenigstens eine Chance, sich an der Politik zu beteiligen, wenn wegen der vielen Arbeit keine Zeit mehr bleibt, um selber einer Frauengruppe beizutreten!

  11. Natürlich ist das Arbeit.
    Aber ich verstehe nicht, warum Mütter heute kein Laufgitter mehr benutzen, damit sie sich mal für ein paar Minuten unbesorgt mit etwas anderem beschäftigen können. Macht Ihr es Euch da nicht unnötig schwer?

  12. Dieser Artikel hat mir die Augen geöffnet.
    Ich habe mich,nach dem lesen dieser Story dazu entschieden mich doch sterilisieren zu lassen.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen das alles mit meinem Arbeitsleben (10 Stunden täglich von Mo-Sa) und auch noch mit meinem Privatleben zu vereinbaren.

  13. Danke für diesen Text. Ich hatte schon ganz vergessen, wie das war, als meine beiden klein waren. Man glaubt, man hat den ganzen Tag NICHTS gemacht, und wenn man es aufschreibt (habe ich auch einmal gemacht, als der ältere auch vielleicht ein Jahr plus minus war) ist man ganz erstaunt, was sich alles zusammenläppert. Dabei gab es damals (frühe Neunziger Jahre) noch gar keine Computer, zumindest nicht in Durchschnittshaushalten. Jedenfalls bin ich wirklich froh und dankbar, dass meine Kinder nicht mehr ständige Beaufsichtigung brauchen. BTW, es gibt Kinder, die bleiben einfach nicht im Laufgitter und beschäftigen sich auch keine Minute alleine.

  14. Natürlich ist Kinderbetreuung und Kinder-groß-kriegen Arbeit, und manchmal zum Kotzen schwierig, bringt dich absolut an die Belastungsgrenze und locker auch mal darüber hinaus, ist eine extrem Persönlichkeitsbildende Maßnahme und ich glaube, wenig zehrt so sehr wie eben genau dieses ständig-in-Bereitschaft-sein, das ja auch leicht umschlagen kann in ein ständig-in-Panik-sein auch und gerade weil FrauMannEltern sich oft einer enormen Anspruchshaltung und Einmischung von extern ausgesetzt sieht/sehen.
    Aus meiner Erfahrung kann ich „nur“ aus dem AlleinerzieherInnenblickwinkel drauf schauen und bin unendlich froh, dass die Kinderlein aus dem Gröbsten raus (beide zweistellig) sind. Was das Kinderhaben an beruflichen, finanziellen (und damit auch sozialen, muss mir keine kommen mit „man kann ja kostenlos auf dem Spielplatz hocken … Ich habe dort nach spätestens zwei Stunden immer Depressionen oder manisch-aggressive Zustände bekommen, ausserdem muss man die zeit, sich da hin zu hocken auch erst mal haben…) Nachteilen mit sich bringt ist jedem, der Kinder hat und nicht sehrsehr privilegiert ist bekannt.
    Da hakt es.
    Geld ist das Eine, und Betreuung (was eng mit Geld zusammen hängt) ist das Andere und beides liegt sehr im Argen.
    Wenn ich als Alleinerzieherin (und damit auch logischerweise Alleinverdienerin) mit einem „normalen“ 40-h-Job kaum mehr in der Lage bin die Betreuung, die ich für diesen Job zwingend brauche zu finanzieren, dann passt was nicht. Wenn ich mich für dieses Vollzeit-Arbeiten dann noch verteidigen muss, passt noch mehr nicht und es vergeht einem die Lust. Wenn ich meinem Arbeitgeber dann auch noch die Hand küssen muss weil er mich unzuverlässiges Muttertier mit den ständig kranken Blagen freundlicherweise mit durchzieht, ist das ein immenser Stress.

    Ich habe meine Kinder sehr gerne, und ich würde wenn die äußeren Umstände nicht das Kinder-Haben unfassbar kompliziert und unnötig anstrengend machen würden (und dazu tragen imho die Eltern als über einen Kamm geschorene Gruppe, die untereinander mit Kritik und Pfründe sichern gut beschäftigt zu sein scheint selbst auch viel bei^^) sicher noch über ein, zwei nachdenken. Aber unter den gegebenen Umständen bin ich froh, dass ich aus der Nummer fast raus bin und mich nicht mehr allzusehr zwischen all den Anforderungen zerreissen muss.

  15. Sorry, aber das ist mir zu viel Gejammere.
    Heutzutage kannst du doch jedeN fragen und er oder sie sagt, er oder sie habe Stess und müsse gaaaaanz viel Arbeiten.
    Ich mein, unter der Woche mit einer Freundin Mittagessen und erst um 7:30 Uhr aufstehen, das ist für viel Erwebstätige einfach nicht drin und schierer Luxus.
    Ebenso die Tatsache, nicht einen nöhlenden Chef, unfreundliche KundInnen, mobbende KollegInnen im Nacken zu haben, sondern sich zuhause den Kindern zu widmen. Tagsüber in die Sonne ausgehen. Kinder aufwachsen zu sehen,.Entwicklungsschritte wirklich mitzukriegen und eben nicht von der KiTafrau am Abend berichtet zu bekommen…

    Ein kleines bisschen Wertschätzung dessen, was die Erziehungsarbeit ermöglicht und die Lohnarbeit halt oft nicht, wäre angemessen!

  16. Ist es nicht ganz egal, ob es sich bei einem Tag mit Kleinkind um Arbeit handelt? Arbeit ist doch kein Qualitätssiegel, das man braucht, um seine Art und Weise, den Tag zu verbringen, zu rechtfertigen, und ob irgendwo irgendwelche alten Männer Hausfrauen höher schätzen, wenn diese „Arbeit“ verrichten, ist auch Ihnen hoffentlich egal.

    Ws mich angeht, so habe ich meine halbjährige Babypause als weniger anstrengend empfunden, als sich Ihre Tagesbeschreibung so liest, aber das mag am Baby liegen. Oder an dem 70-Stunden-Job, den ich bis zwei Tage vor der Geburt geschoben habe. Ich mochte die Auszeit, ich habe sehr viel gelesen, bin fast täglich Kaffee trinken oder essen gegangen und habe viele Freunde gesehen und besucht. Ich habe geschrieben und photographiert und bin mit Freund und Baby zwei Monate in und durch die USA gefahren. Ich habe allerdings auch so gut wie alles, was mit Hausarbeit zu tun hat, auf unsere Putzfrau verlagert. Trotzdem hat es mir nach sechs Monaten gereicht. Ich bin sehr gern wieder ins Büro gefahren, weil es mir gefehlt hat, Projekte zu bearbeiten, die einen Anfang und ein Ende haben und mir Feedback verschaffen, das einem auch ein sehr süßes Baby nicht vermitteln kann.

  17. Ich als Nichtmutter frage mich auch schon länger, warum das Laufgitter aus der Mode ist. Könnte mir vorstellen, daß die Erwartungshaltung von Eltern heute eine völlig andere ist als die unserer Mütter vor 20-40 Jahren. Ich möchte behaupten, meine Mutter (DDR, 1972) hat sich auf die Betreuungszeit 1 Jahr nach der Geburt gefreut und die Zeit war einzig der Betreuung des Kindes, dem Zuschauen beim Größerwerden gewidmet. Sie hatte nicht den Anspruch, die Zeit als ihre Zeit zu nutzen, als eigenen Frei- und/oder Entwicklungsraum. Ich glaube nicht, daß sie Freundinnen getroffen hat, Fotos zeigen sie immer in Kittelschürze. Hinzu kam die Art, wie man damals mit Kindern lebte: Laufgitter, feste Essens- und Schlafenszeiten, schreien lassen, das Kind im Wagen vor’s Haus stellen, damit es im Schlaf frische Luft bekommt. Die Tage waren stark strukturiert und viel weniger angefüllt mit „Erlebnissen aller Art“ für Mutter und Kind, das gab es nicht, das hat keiner erwartet. Ich will nicht werten, ob das gut oder schlecht war, es war vor allem eines: anders. Und unsere Generation geht nun neue Wege, hat einen anderen Blick auf Arbeit, andere Erwartungen – sowohl an Arbeit als auch an Privatleben.
    Ohne Erziehungsarbeit kleinreden zu wollen: ich muß auch meinen Haushalt machen, einkaufen, bin Selbständige und als solche habe auch ich 24 Stunden und 7 Tage die Woche Bereitschaft. Und auch wenn der Vergleich absolut unangemessen ist: ich habe einen Hund und wenn ich wollte, könnte ich einen ähnlichen Tagesablauf aufschreiben, zum Glück schläft der Hund am Stück mehr und länger als ein Kleinkind. Aber der macht auch Dreck, will fressen, Beschäftigung, Aufmerksamkeit, auch der Hund macht Treffen mit Freunden schwer, Arbeit an manchen Tagen unmöglich. Es war meine Entscheidung und ich trage die Konsequenzen.
    Es soll nicht schnippisch klingen: Wer sich heute für ein Kind (oder mehr) entscheidet, weiß genau, was sie/ihn erwartet. Angefangen beim Geld, über den sozialen Status, das Schlafdefizit, die Mißachtung der Betreuungs- und Erziehungsarbeit, den Umfang dessen, was man „eigenes Leben“ nennt und und und. Man entscheidet sich sehenden Auges für all das und dann muß man die Konsequenzen tragen. Die Lösung sehe ich für den Moment nur darin, die Erwartungen an die „nach Belieben gestaltbare freie Zeit“ gewaltig nach unten zu korrigieren. Gleichzeitig muß die Kinderbetreuung viel besser funktionieren und damit der Wiedereinstieg in den Beruf. Startet man in die Betreuungszeit mit dem sicheren Wissen, daß man nach einem Jahr wieder erwerbstätig werden kann, erträgt man manches sicher besser, macht bereitwilliger Abstriche, genießt die Betreuungszeit vielleicht sogar mehr und bewußter als das, was sie ist. Über Generationen wird sich daraus ein neues Bild von Frau, Mann, Eltern, Erziehungs- und Erwerbsarbeit ergeben. Wir sind ja, gesellschaftlich betrachtet, gerade erst an dem Punkt, an dem es nicht mehr selbstverständlich ist, daß Frauen ihren Beruf komplett für alle Ewigkeit aufgeben, wenn Kinder kommen.
    Nichts für ungut: Ich kann wirklich gut verstehen, daß der beschriebene Tagesablauf nicht deinen Träumen entspricht und daß ein respektvollerer Blick der Außenwelt darauf manches leichter machen würde. Aber wenn wir an’s andere Ende des Lebens schauen: wie sehr würdigt man die, die ihre alten Eltern betreuen, pflegen, zu sich nehmen…. Da fließt auch kein Geld, das der Höhe nach Respekt ausdrückt. Familien sind Inseln in der Gesellschaft und offenbar existiert ein Bild dessen, was in Familien selbstverständlich ist, von ihnen ge- und ertragen, abgefedert, geregelt… wird. Und es sind in den allermeisten Fällen Frauen, die dafür einstehen, von denen man genau das erwartet und die ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie diesen Erwartungen nicht gerecht werden (können). Da liegt das strukturelle Problem, genau an den Stellen, an denen es bequem ist, zu Ungusten der Frauen wegzuschauen.

  18. Der Beitrag von Milenka spricht mir aus dem Herzen. Wenn man das Protokoll als Nichtmutter liest, hört sich das eigentlch gar nicht schlimm an.
    Nur, ich möchte noch einen Aspekt nennen, der im Protokoll nicht vorkommt:
    die Gefühle und Befindlichkeiten, die ich als Mutter hab, (und vorher nicht kannte) die das eigentlich Anstrengende sind.
    Ich bin mitten in meinem Elternzeitjahr (1 Sohn, 6 Monate) und habe Glück, denn er ist ruhig und brav, so dass ich die Zeit zuhause genießen KÖNNTE, ABER wenn er mal quengelt/ weint/ schreit, dann (und das ist schwer zu versprachlichen) zieht mir das wirklich in den Körper, in den Rücken, in jede Nervenbahn und tut mir körperlich weh, ich nehme ihn dann in den Arm und dann ist es für ihn wieder gut, bei mir klingt das schmerzende Gefühl erst viel später ab. Oder während ich stille, ist mein ganzer Körper so hyper-empfindsam und so als wär alles blank ohne Schutzhülle – wahnsinnig anstrengend auszuhalten.Oder wenn ich mal nachmittags mit dem Kind fernsehe, dann nie ohne schlechtes Gewissen und ohne mir Vorwürfe zu machen und das Gefühl zu haben, als Mutter (eben) zu „scheitern“ – nur nicht ausnahmslos „glücklich“, vor lauter schlechten Gefühlen kann ich mein Glück kaum sehen.)

  19. @Milenka: naja, Erwerbsarbeit muss nicht zwingend so aussehen, wie von dir beschrieben. Ich habe nix davon, (fast) nur nette Kollegen, nette Chefs, entspanntes Arbeiten. Und ich bekomme auch Entwicklungsschritte mit, wenn ich mein Kind ein paar Stunden am Tag nicht sehe. Der Papa verbringt dann ja auch noch Zeit alleine mit unserer Tochter und erzählt mir dann was passiert ist.
    Was es für mich anstrengend macht den ganzen Tag alleine mit meinem Kind zu verbringen, ist die ständig geforderte Aufmerksamkeit. Selbst in einem superwichtigen Meeting stört es keinen, wenn ich mal auf Toilette gehe. Da steht dann keiner vor der Tür und jammert weil ich kurz weg bin(nette Vorstellung) 🙂 Aber trotzem genieße ich die Zeit mit meinem Kind und sehe es tatsächlich nicht als „Arbeit“ an, so wie ich den Begriff verstehe. Den Haushalt schmeißen allerdings schon, das macht mir auch nicht soo viel Spaß 🙂 Fulltime-Hausfrau und -Mutter war einfach nicht das Richtige für mich. Jeden Tag Waschen, Bügeln, Aufräumen war nicht meine Welt. Mein Partner, der auch 7 Monate in Elternzeit war, ist da mehr darin aufgegangen.
    Und tatsächlich wird es irgendwann einfacher. Meine Tochter ist fast 2 und es ist gerade so eine tolle Zeit (auch anstrengend, aber anders).
    Und ich halte es schon für eine große Errungenschaft, dass es der Staat überhaupt Eltern ermöglicht das erste Jahr finanziell entspannt anzugehen. Mein Mann fragt mich manchmal, wie die Eltern das vor dem Elterngeld gemacht haben. Aber ging ja auch.
    Und das man hier Erwerbsarbeit gegen Familienarbeit ausspielt, ist doch Blödsinn. Oder drei Kinder gegen eines. Ob das jemand anstrengend findet oder nicht, muss jedeR für sich selbst beurteilen.
    Wir haben für uns gerade ein Modell gefunden, wie wir das in unserer Familie ganz gut aufgeteilt haben. Wenn irgenwann Nummer zwei dazu kommt, sieht das sicher wieder anders aus. Angeblich kommt heutzutage ja der Karriereknick erst mit dem zweiten Kind – wir werden sehen.

  20. 1. Schön, dass es so zahlreiche Kommentare zu diesem Text gibt! Danke für eure Beiträge!
    2. Mir war bewusst, dass ich mich mit diesem Text etwas mehr exponiere als ich es mit meinen früheren Einträgen getan habe. Der beschriebene Tag ist für mich eine Ausnahmesituation. Aber all diese Arbeit muss getan werden und ich bin der Meinung, das ist zu viel für eine Person!
    Ich habe seit der Geburt meines Kindes die Kinderbetreuung bisher nur zwei Mal für zwei Tage alleine übernommen. Mein Partner ist in Karenz (mit allem was dazugehört, seit das Kind 5 Monate alt ist und auch davor haben wir uns die Arbeit aufgeteilt). Nächsten Monat beginnt das Kind in der Kinderkrippe und wir werden beide wieder arbeiten.
    Die Möglichkeit die Betreuung aufteilen zu können ist meines Erachtens gut für die Eltern und gut für die Kinder.
    3. Ich möchte auch über die Ambivalenz des Mutterseins/Elternseins sprechen (dürfen)! Dieses Thema gehört (mehr) in die Öffentlichkeit. Meinem Erleben nach ist die Mutter-Kind-Beziehung die am meisten von Ambivalenz geprägte Beziehung, die ich bisher in meinem Leben erleben durfte. Das beschäftigt mich gerade sehr. Darüber möchte ich bald mal schreiben.
    4. Ich finde es schade, dass bei Texten zu diesem Thema in den Kommentaren (ausnahmslos?) folgende Argumente vertreten sind: „jammere nicht, du hast es dir ja selbst ausgesucht, jetzt musst du es auch ausbaden“, „andere Menschen haben es auch schwer“, oder dieses „also mich strengen meine Kinder nicht an“. Damit möchte ich mich nicht auseinandersetzen, weil es beliebig ist (also auch in allen anderen Zusammenhängen vorgebracht werden kann und auch wird) und weil es mich nicht weiterbringt. Mein Blog soll zudem kein Ort für „Mütterbashing“ werden.
    5. Die Forderung nach (staatlich) bezahlter Reproduktionsarbeit ist eine lang vorgebrachte Forderung (auch) von Teilen der feministischen Bewegung und auch immer wieder mal von konservativer Seite. Ich habe sie in meinem Text nicht explizit vorgebracht, einige Kommentatorinnen haben mich aber offenbar so interpretiert. Ich habe keine Lösung dafür. Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld hat hier (in Österreich) etwas Abhilfe geschaffen würde ich sagen, ist aber natürlich auch nur eine Seite der Medaille, wenn es dann nicht ausreichend Krippenplätze gibt. Ich finde es einfach unglaublich wichtig, über den gesellschaftlich vorherrschenden Arbeitsbegriff zu diskutieren. Dabei stellt sich mir die Frage, ob ich mit meinem Text auch in so einen Mechanismus wie „ich schildere es als möglichst anstrengend, damit alle mir glauben, dass es Arbeit ist“ getappt bin. Das war eigentlich nicht mein Ziel, oder ich habe mir zu wenig Gedanken darüber gemacht.
    Also: Was ist Arbeit und was nicht? Darf Arbeit auch Spaß machen und gern getan werden? Oder sprechen wir dann nicht von Arbeit? Welche Arbeit wird bezahlt, welche nicht? Wie kann die jetzt unbezahlt geleistete Arbeit zwischen den Geschlechtern umverteilt werden? Wenn Männer und Frauen zu gleichen Teilen unbezahlte Arbeit leisten würden, erschiene mir die Frage nach der Bezahlung von Reproduktionsarbeit nicht mehr so zentral, aber auch nicht automatisch obsolet.
    Bei aller Kritik die daran geübt werden kann, der Wert den eine Arbeit hat, wird in unserer Gesellschaft monetär ausgedrückt. Geld schafft zudem Unabhängigkeit und Anerkennung.

  21. Pingback: Wer hat den größten Stress im Land? | cloudette

  22. Nur ein Votum (Zeitmangel): Arbeit, ganz eindeutig. Und nur weil eine Tätigkeit mitunter Spaß macht, relativ sinnvoll ist und mit einer persönlichen Entscheidung verbunden war, bedeutet das doch nicht, dass es keine Arbeit ist. Genau diese Kriterien treffen schließlich heute auf viele Arbeitsstellen zu (zumindest auf die einigermaßen OKen).

  23. Pingback: “Anstrengung ist kein Maßstab” | glücklich scheitern

  24. Hallo, ich lese dort oben ein Protokoll. Per Definition eine sachliche Auflistung einzelner Geschehnisse. Ich kann diesen Alltag bestätigen, meine Tochter ist gerade 10 Monate alt. Es ist ein 24 dauernder Ablauf von Gegebenheiten die durch mein Kind definiert werden und denen ich entsprechen muss. Natürlich ist das toll und grandios und ich liebe sie über alles. Dennoch ist das Ganze auch anstrengend. Und ich finde es absolut berechtigt das Arbeit zu nennen. Ich sehe daran nichts verkehrtes. Ich habe keine Jammern herausgelesen. Keine Forderung nach mehr Geld oder ähnlichem. Es ist eine nüchterne Auflistung der Geschehnisse und ein interessanter Einblick in das Leben als Mutter/Vater. Was ist da los, dass das so hitzig und emotional ausdiskutiert wird? Wo wurde denn im Artikel bestritten, dass auch Bürojobs anstrengende Arbeit sind? Ich lese in den Kommentaren eher die Einstellungen und Interpretationen der Kommentierenden über das Muttersein heraus und das schockiert mich sehr. Wo ist der Support? Die Unterstützung? Auch emotional?
    Sauschade…echt-.—-

  25. Die Kommentare hier illustrieren eigentlich wunderbar das Problem: bei einem bezahlten Angestelltenverhältnis käme nie eine nennenswerte Anzahl Leute auf die Idee, derart in Frage zustellen, dass es sich um Arbeit handelt.

    Zeiten aufzurechnen, in denen der Angestellte Kaffe- oder Rauchpause macht („Ihren Job möchte ich haben, den ganzen Tag nur rumsitzen und Kaffee trinken…“).
    Gutgemeinte Ratschläge zu geben, wie man die Arbeit viel viel besser und entspannter organisieren kann („Wie, Sie haben keinen Laufstall für ihren Chef?“)
    Zu erzählen, dass es sich hierbei ja doch in Wirklichkeit um Freizeit handle. E-Mails beantworten und vorm Computer sitzen macht man doch privat auch…

    Eine Lösung dafür hab ich allerdings auch nicht anzubieten, abseits davon, jeden, der solche Sprüche abläßt, mal eine Woche zwei liebenswerten Bamsen im Säuglings- und Kleinkindalter allein betreuen zu lassen.

    Und damit sind wir beim Argument: „Aber Sie haben sich das doch selbst ausgesucht!“
    Kinder zu haben hat man sich vielleicht ausgesucht, aber die Arbeitsteilung bei der Kinderbetreuung nicht unbedingt. Da kommt dann das böse Erwachen in der Beziehung, wenn der Vater „einfach keine Erziehungszeit nehmen kann, weil unabkömmlich im Job“, „der Chef das nicht mag“ oder diese Super-Karrierechance in der 300km entfernten Stadt, die plötzlich aus der Mutter eine 5-Tage die Woche Alleinerziehende macht.

  26. Also erstmal: ein Kind alleine fand ich viel anstrengender als 2 oder 3. Sind mehr Kinder im Haus unterhalten sich diese leichter miteinander und man ist nicht ständig gefordert. Ich war auch nie eine „Baby-Mami“. Ein Kleinkind, das redet, mit dem man was unternimmt (Zoo usw) ist mir immer leichter gefallen. Ansonsten: es ist Arbeit! Und ich erkläre das meiner Umwelt auch so (zB wenn ich von meinen halbtags Job heimgehe sage ich immer: „so, das war der entspannende Teil meines Tages“) und ich verlange auch entsprechende Wertschätzung. Ganz viel, von dem Frust ist hausgemacht. Sprüche wie „alles wird beim 1. Lächeln vergessen..“ lass ich nie so stehen. Aufklärung ist angesagt (v.a. in D, wo Muttersein noch so verklärt wird). Wir haben’s in der Hand.

  27. Ich habe die Debatte eigentlich als engagiert, aber fair erlebt, war nicht meine Absicht, jemand zu kränken.
    Ich frage mich aber, wo sind die Väter? Das ist für mich das eigentlich Spannende an der Debatte. Warum kommen 2012 die Väter in einer Auflistung eines ganz normalen Tages einer Frau mit kleinem Kind überhaupt nicht vor? Warum wird drüber gebloggt und mit den LeserInnen das Verhältnis Erwerbs- und Reproduktionsarbeit diskutiert, wenn es eigentlich dringen mit dem Kindsvater diskutiert werden müsste, wenn denn die Zustände alleine mit Kind so unhaltbar sind, wie es hier mancher Kommentar nahelegt.

  28. Was ist das doch für eine Ressourcen-Verschwendung. All diese Mütter allein mit ihren Kindern zu Hause. Wo ein oder zwei Kinder sich langweilen, und die Mütter nicht mehr ein noch aus wissen, weil ständig jemand beschäftigt werden will. Bin ich im Herzen Kommunistin, weil ich denke, Kommunen wären die Lösung? Mütter Deutschlands, vereinigt Euch! Mehr Kinder und Eltern (na ja, meist Mütter) auf einem Haufen = mehr Zeit für alle. Die Kinder beschäftigen sich eine ganze Weile ganz gut miteinander. Die Mütter können Zeit sparen durch gemeinsames Kochen o.ä. Und vielleicht sogar ab und an eine halbe Stunde Computerzeit für sich dabei rausholen. Na ja, hab ich in meinen Elternzeiten auch nicht geschafft, auch nur ansatzweise diese Vision zu verwirklichen. Aber die ganzen Mütter allein zu Haus, wenn ich daran denke, werd ich ein bisschen traurig.

  29. Pingback: A Constant Fight | alsmenschverkleidet

  30. Pingback: Ende der Probezeit « Mutter & Mensch

  31. Kinder aufziehen ist nicht immer einfach. Gut. Herzlichen Glückwunsch, Eltern sitzen also nicht den ganzen Tag faul auf dem Sofa herum und gucken Trash-TV. Für mich ist das keine wirkliche Neuigkeit und so wie sich die Kommentare lesen, war vielen anderen Kommentatoren das auch schon vorher klar. Aber was soll die Schlussfolgerung aus der Aussage sein, Kinder großziehen sei Arbeit?

  32. Meine Mutter (Jahrgang ’39) hat 7 Kinder groß gezogen und hasst es, wenn jemand sagt, sie hätte nie gearbeitet. Sie sagt dann immer, sie war nie berufstätig. Heute bin ich selbst Mutter und ihr dankbar, dass sie mir diese Unterscheidung bei gebracht hat. Ich fühle mich mit meiner 3 Monate alten Tochter ähnlich ausgelastet wie zuletzt in meinem 60 Stunden Job. Nur das statt Ärger mit den Kollegen ein weinendes Kind Stress auslöst, ich um 5 aufstehe um eine Flasche zu machen und nicht um ins Taxi zum Flieger zu springen und die Glücksmomente nicht durch ein gelungenes Projekt oder positives Feedback kommen, sondern durch ein strahlendes Lächeln meiner Süßen. Und damit ist mein persönliche Zufriedenheit jetzt gerade deutlich höher.

  33. wir sind nun keine besonders erfahrenen supereltern, ich bin kein super daddy. aber ich würde versuchen das kind früher zu bett zu bringen. 21 uhr ist zu spät. 19 uhr baden ist zu spät. mit dem kind sollte man ab 18 uhr nicht mehr schäkern, so schwer es fällt, auch mir (wie bspw. heute, weshalb sie um 21 uhr noch wach ist, leider). allerdings schläft meine zehnmonatige tochter noch bei uns im bett, sie mag brust, schläft dafür recht gut und lange, und ist tagsüber ruhig und verspielt, beschäftigt sich viel allein. uns hilft es, dass ich sie abends mit ruhigen und leisen spielen betüttle, was zum ritual geworden ist, der sie besser schlafen lässt. bei zahnung ist natürlich kurzzeitig mehr los. cafes haben wir abgehakt, kenne ich gut. im allgemeinen würde ich den vater stärker einspannen, wenn möglich; auch vor der krippenzeit tut es gut, für 4 h etwas anderes zu machen und sei es abends, vor dem einschlafen. ich beobachte auch, dass es meine tochter gelegentlich schätzt, wenn sie kurzzeitig ein anderes gesicht sieht. generell würde ich es nicht arbeit nennen — eher wie die familiäre betreuung eines pflegebedürftigen menschen.

  34. @rafael: neun uhr ist für dein kind zu spät? super, dass ihr das rausgefunden habt. aber jedes kind ist anders. es gibt kinder die sind morgenmenschen es gibt kinder die sind es nicht. manche 6 monate alte babies schlafen 19 stunden am tag, manche 12. meine tochter ist das ganze erste jahr ins bett gegeangen wenn es dunkel wurde und das war für uns genau richtig.
    ansonsten gebe ich dir recht, zeit für sich alleine ist mit kind ungemein wichtig und in vielen familien nicht realisiert. und häufig nicht realisierbar, warum auch immer.

  35. Ich danke dir für deine wertvolle Auflistung. Ich musste schmunzeln, lachen und zustimmend nicken. Es hat mir wirklich geholfen mir nochmal zu verdeutlichen, wie viel mensch so am Tag leistet und warum ich abends einfach so kaputt bin :). Ohne Kinderlosen zu nahe kommen zu wollen- ich hätte vor ca. 12 Monaten auch gedacht,dass das nun mal so ist und das mensch sich halt darauf einstellen muss…es ist aber doch anders (für mich) als jemals vorgestellt. Und die „Fremdbestimmtheit“ durch das Kind ist für mich mit keiner anderen Lebenserfahrung zu vergleichen.
    Bezüglich der Vergütung: Ich finde es sehr frecht dieser Non-stop-Arbeit keinen materiellen Wert zu zollen. Und damit meine ich nicht nur aktuell, sondern im Hinblick aufs Alter. (Überwiegend) Frauen die viele viele Jahre ihres Lebens durch die Betreuung ihrer Kindern keiner „klassische“ Lohnarbeit nachgehen konnten müssen sich sorgen, im Alter in Armut leben zu müssen, wenn sie sich von ihrem Partner trennen sollten. Das kann es doch nicht sein.

  36. Ich will die Mit-Kind-Zeit nicht als Arbeit bezeichnen.

    Zum einen, weil ich meine Eltern-Auszeit tatsächlich eher als eine spezielle Art Urlaub erleben will.

    Zum anderen, weil ich von meiner (Erwerbs-)Arbeit mehr intellektuelle Herausforderung gewohnt bin, und dem kann und will ich meine derzeitige Tätigkeiten nicht gleichstellen.

  37. Für mich gehört zur Definition von Arbeit, das man eine Leistung erbringt deren Wert (und Honorierung) sich an der Übereinstimmung mit den Erwartungen anderer bemisst. Eine Mutter braucht keine Angst davor zu haben, dass ihr Chef mit ihrer Leistung zufrieden ist, oder,dass ihre Ausbildungsbiographie keine Lücken hat, oder,dass die Kunden wegbleiben. Man kann eine ziemlich schlechte (wer sollte das auch mit welchem Recht bewerten? Abgesehen vom Extremfall Jugendamt?) Mutter sein und spürt sehr lange keine Konsequenzen. Klar unterliegen auch Mütter Druck, aber dabei handelt es sich zumeist um die eigenen,persönlichen Vorstellungen und Sorgen über das Mütterdasein. Es sind hausgemachte Dämonen. Der emotionale Zugang ist für mich grundverschieden. Mich nervt es mittlerweile auch, dass so ziemlich jeder Lebensbereich mittlerweile als Arbeit umdefiniert wird. Das bestätigt nur wieder die allgemeine Sichtweise, das es keine höhere Existenzweise als die Arbeitsexistenz gibt. „Ich arbeite, also darf ich sein“.

  38. Danke für den Text und den Anstoß zu so vielen interessanten (zum Teil recht gepfefferten!) Kommentaren!
    Ich sollte jetzt eigentlich etwas anderes lesen und schreiben, im Büro halt, schreib aber trotzdem kurz hier noch ein paar ergänzenden Aspekte auf (subjektiv, eh klar!):

    1. es ist anstrengend, darauf würde ich mich sofort einigen. Ob es „Arbeit“ ist, hängt freilich von der Definition dieses Begriffs ab – tatsächlich, das las ich weiter oben schon, machen viele dieser beschriebenen „Arbeiten“ ja auch kinderlose Personen.
    2. Das führt zum zweiten Punkt: Man ist fremdbestimmt und abgelenkt – das unterscheidet Mamas von Nicht-Mamas in diesem Punkt. Spülmaschine ausräumen und Essenkochen ist etwas VÖLLIG anderes, als die gleiche Tätigkeit, wenn dabei noch ein Kind um einen herumwurstelt.
    3. Deswegen finde ich meinen Schreibtischjob so schön: Ich kann mich konzentrieren wann ich will und meine Aufgaben und den Zeitpunkt der Erledigung in Grenzen selbst planen und muss nicht sekündlich mit Eingaben eines mittlerweile 2,5 jährigen rechnen. Übringens: Jobs, in denen man schnell auf häufige Forderungen und Ablenkungen von außen reagieren muss, werden daher auch als stressiger empfunden!
    4. Was mir auffällt: Meine Tage, die ich 24h mit meinem Sohn verbringe, laufen ziemlich exakt so ab, wie bei Dir. Anstrengend finde ich u.a. wie gesagt, dass man nicht bei einer Sache bleiben kann. Meine persönliche Strategie: Nicht künstlich noch Nebentätigkeiten anfangen! Also nicht beim gemeinsamen Frühstück Zeitung lesen, beim Spielen auf’s Iphone schielen, beim Fläschchen geben Mails checken. Das ist in meinen Augen wirklich hausgemachter Streß – wie unter Punkt 2 gesagt: Dass man die Dinge, die man notwendigerweise tun muss, wie Essenkochen etc. nicht komplett konzentriert und dann, wann man selbst will, tun kann, weil man immer mit einem Auge beim Kind sein muss, lässt sich nicht ändern und ist anstrengend genug. Das Mailchecken, Zeitunglesen etc. kann man (ich) an den Tagen, die ich mit meinem Sohn verbringe, aufschieben. Mir geht’s damit besser. Ich find‘ solche Allein-zu-zwei-Tage zwar immer noch anstrengend, aber besser. Und dass ich solche Tage bitte keine 7 Tage die Woche haben will, ist auch klar: konzentriertes Zugucken beim Klötzchenstapeln ohne nebenher noch zu versuchen, Mails zu checken, ist zwar entspannter, aber eben intellektuell auf Dauer nicht ausreichend (sonst würde man ja gar nicht erst Mails checken oder versuchen, Zeitung zu lesen).
    Also: Die Allein-Tage entspannt nehmen wie sie sind, die Büro-Tage nehmen wie sie sind und in der restlichen Zeit: Mit dem liebsten Vater der Kinder, der Krippe etc. die Betreuung aufteilen und möglichst beide arbeiten gehen (auch wenn Büro manchmal entspannter ist: NUR arbeiten wäre genauso scheiße).

    Viele Grüße und: die Dinge werden schon einfacher, wenn die Kinder älter werden…!

    Stefanie

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