Montagspost 02.02.2015

Dieser Blog liegt ziemlich brach. Das finde ich schade und es soll sich ändern! Mir gefällt die Idee eines wöchentlich erscheinenden Beitrags und ich habe die Fantasie, damit wieder regelmäßiger ins Bloggen zu kommen.

Hiermit startet also meine Montagspost, eine lose Ansammlung an Dingen, die mich gerade beschäftigen und auch mal etwas persönlicher sind, sowie nicht immer im engeren Sinne mit Feminismus und Mutterschaft zu tun haben.

Diese Woche startet mit einem kranken Kind. Der Mann und ich wechseln uns ab mit der Betreuung, d.h. ich darf am Vormittag arbeiten und er am Nachmittag/Abend. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ist das einer der Vorteile, den uns die moderne Arbeitsweilt mit ihren flexiblen Arbeitszeiten bringt oder einer der Nachteile? Brauchen wir keine Pflegefreistellungen mehr, weil wir ohnehin immer und überall arbeiten können? Wie geht das weiter? Wenn ein Kind krank ist wird die Arbeitszeit einfach in die Nacht verschoben? Bzw. ist das für viele von uns bereits Realität?

Gerne gelesen habe ich am Wochenende einen Blogpost von kiddothekid Kind? Oder Karriere? Oder und? Zu dem Thema wurde schon alles gesagt, könnte eine meinen. Der Text bringt jedenfalls mal wieder ein paar neue Aspekte in die Debatte ein. Spannend, die Vor- und Nach-Mutter-Perspektive, falls ihr wisst was ich meine. Lesenswert jedenfalls.

Ein weiterer interessanter Text der letzten Tage ist Wie sich die Generation Zuviel selbst überfordert von Susanne Gaschke in der Welt. Der Text ist stellenweise ziemlich dramatisierend und auch in Frage zu stellen (z.B. habe angeblich die Konkurrenz auf dem qualifizierten Arbeitsmarkt, die Preise verdorben. Das finde ich doch etwas vereinfacht erklärt) aber irgendwie dennoch lesenwert. Hängengeblieben ist bei mir z.B. das hier: Obwohl es heute mehr Krippen und Kitas, mehr Frauenerwerbstätigkeit und weniger Kinder pro Haushalt gibt, verbringen Eltern heute mehr Zeit mit ihren Kindern als 1965. Um das zu schaffen, arbeiten die Väter etwas weniger; beide Eltern verzichten auf Freizeit, es wird weniger geschlafen, schneller gegangen und schneller gegessen. (Zahlen und Quellen werden dazu leider keine genannt.)

Letzte Woche habe ich mich für das Wiener Nachbarschaftsnetzwerk fragnebenan angemeldet. Es geht um Austausch und gegenseitige Unterstützung unter Nachbar_innen. Mir geht es auch darum eine Community, die es im Haus für mich bereits im Kleinen gibt, zu stärken und zu vergrößern. Mehr als 10 Menschen aus unserem Haus sind bereits da und über 300 aus der näheren Umgebung. Ich bin gespannt was sich daraus entwickelt.

Worauf ich mich freue ist eine Veranstaltung in der Frauenhetz in Wien nächste Woche, am Freitag 13.2. ab 19:00: Mutter sein dagegen sehr – Reflexionen zu mütterlichen Aufbrüchen. Karin Steger (Autorin von „Hättest halt kein Kind gekriegt“) und Gerlinde Maurerer (Autorin von „Medeas Erbe: Kindsmord und Mutterideal“) werden eigene Texte, sowie Texte von feministischen Wissenschafterinnen lesen und zur Diskussion stellen.

Dieser Montag Nachmittag hat noch einmal neuen Schnee nach Wien gebracht. Hoffentlich ist das Kind bald gesund, der Schnee dann noch da und wir können noch einmal in den Prater zum Rodeln (es gibt da auch ein paar kleinere Hügel, nicht nur die total flache Hauptallee auf dem Bild :-).

prater_schnee

CC BY 2.0 Prater 02 Shadowgate via flickr

 

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu “Montagspost 02.02.2015

  1. Pingback: Über das Gebären reden | aufZehenspitzen

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