Montagspost 30.03.2015

montagspostAllen, die sie noch nicht kennen, möchte ich folgende zwei Blogs ans Herz legen.

1. Gemeinsam Eltern

Vier Erwachsene (zwei, laut Selbstbeschreibung eher heterosexuell liebende Paare, die einen bezeichnen sich als Bio-Eltern und die anderen als Co-Eltern) bloggen über ihren Alltag mit Kind. Für die Betreuung des Kindes wird der Tag in vier Schichten plus Nacht geteilt. So hat jede*r der Erwachsenen 3/4 des Tages für andere Dinge und ist auch nur jede vierte Nacht „dran“. Aktuell gibt es einen MDR-Beitrag über die Familie, der ihr Modell sehr greifbar macht. Es macht auf mich den Eindruck, dass die Erwachsenen trotz Kleinkindversorgung nicht sehr überlastet sind. Und die Berichte darüber, dass entweder das eine oder das andere Paar mehrere Tage mit dem Kind verreist, machen mich fast neidisch. Spannend ist auch die Auseinandersetzung damit, dass das Kind offenbar derzeit die Bio-Eltern und da vor allem die Bio-Mutter in manchem Situationen den anderern Bezugspersonen vorzieht. Ein Thema das ja auch mich immer wieder beschäftigt.

2. Uterusprojekt. Feministisches Blog über Schwangerschaft und das, was danach kommt.

Der erste Eintrag dieses relativ neuen Blogprojekts hat den Titel Wie ich trotz unserer anachronistischen Gesellschaft doch noch schwanger wurde und beginnt mit einer sehr kurz gehaltenen Selbstbeschreibung:

Ich bin 35. Ich bin kinderlos. Ich bin Akademikerin, schreibe meine Dissertation, arbeite seit über 5 Jahren in der Forschung.

Und jetzt neu: Ich bin schwanger.

Die bisher erschienen Beiträge des Uterusprojekts sind allesamt sehr lesenwert und vieles davon kommt mir sooo bekannt vor, wie zum Beispiel dieser Textauszug:

Früher dachte ich, wenn ich dazu bereit bin, Kinder zu bekommen, würde ich das merken, weil ich Kinder dann total toll finden würde. Sie ständig knuddeln und wuddeln wollen würde. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich mit Kindern zwar durchaus umgehen kann, aber weder ihre Nähe suche noch besonders quietsichig reagiere, wenn ein (nach Beschreibung anderer Menschen) “süßes” Kind in meiner Nähe ist. Ich finde Kinder als kleine Menschen ganz interessant. Aber nicht eben süß.

 

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5 Gedanken zu “Montagspost 30.03.2015

  1. ich hab mich ja irrsinnig gefreut, im rahmen meiner schwangerschaft diese blogs zu lesen, leider wurde diese abrupt durch eine „missed abortion“ in der 13. SSW beendet…weiß jemand tips für feministische blogs zum thema fehlgeburt?

  2. Pingback: Blog reloaded • Denkwerkstatt

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